Kreta ist die größte griechische Insel und die fünftgrößte Insel im gesamten Mittelmeerraum. Mit einer Gesamtfläche von 8.836 km² und 1.066 km Küstenlinie schließt sie gleichzeitig die südlichste bewohnte Insel Griechenlands Gavros ein.

Die Gesamteinwohnerzahl der Insel beträgt 625.000 Einwohner (2012), die sich auf die Verwaltungsbezirke Chania, Rethimnon, Heraklion und Lassithi verteilen, wobei hiervon allein 141.000 Einwohner in der Hauptstadt Heraklion wohnen.

Kreta liegt zwischen dem 34. und 35. Nördlichen Breitengrad und dem 23. Und 26. östlichen Längengrad, etwa 160 Kilometer vom griechischen Festland entfernt.

In Ost-West-Richtung misst sie eine Länge von 260 km, während sie an der breitesten Stelle 60 km und an der schmalsten Stelle gerade einmal 12 km misst.

Trotz jahrtausendelanger Besiedlung und trockener Sommer gibt es eine sehr große Artenvielfalt bei den Pflanzen. Alleine 170 Pflanzen sind auf Kreta endemisch, d.h. es gibt sie nirgendwo sonst auf der Welt.

Kreta hat eine bewegte Geschichte, angefangen von den griechischen Göttermythen (Kreta gilt als die Geburtsstätte des Zeus und die Wiege der europäischen Zivilisation), über die legendäre Minoische Zivilisation, die Besiedelung durch die Venezianer, die Besetzung durch die Ottomanen 1669 bis in in das 20ste Jahrhundertt hinein. Nachweislich war die Insel bereits vor über 130.000 Jahren besiedelt.

Wegen seiner geographischen Lage war Kreta schon immer begehrtes Eroberungsland, da sich von hier aus der afrikanische und asiatische Kontinent schnell erreichen ließ.

Die Insel hat auch große Persönlichkeiten hervorgebracht, wie z.B. den Maler Dominikos Theotokopoulos, bekannt als „EL Greco“, der in einem Museum in seinem Geburtsort Fodele geehrt wird; den berühmten Schriftsteller Nikos Kazantzakis („Freiheit oder Tod“), Konstantinos Mitsotakis (Politiker),Mikis Theodorakis (Musiker und Freiheitskämpfer) oder Eleftherios Venizelos (Politiker), der die Insel 1913 von der türkischen Herrschaft befreite.

Noch heute spürt man diese bewegte Vergangenheit in den zahlreichen Monumenten und Überresten antiker Kulturen sowie in den Geschichten und Gesängen, die durch die einheimische Bevölkerung bis heute noch am Leben gehalten wird.